Banghraits Reise – Ein geheimer Bund

“Nun, ich denke hier sollten wir erstmal in Sicherheit sein… Banghrait?” “Aye”, nickte ich Eldurion zu, der wissen wollte, ob wir vor Verfolgern verschont geblieben waren. Augenscheinlich hatten wir wirklich die Möglichkeit hier eine Pause einzulegen.
Wir wurden von den geretten Elfen, Menschen und Zwergen neugierig betrachtet, was ich schon verstehen konnte. Wann sieht man schon einen Zwerg in Plattenrüstung zusammen mit einem bewaffneten Nachtelf umherziehen, außerdem hatten wir sie schließlich aus den Fängen dieser Orks befreit.
Ich richtete mein Wort an die Gruppe: “Wir brauchen schnell einige Informationen von euch. Wer weid ihr, was geschieht dort in dem Dorf und was wollen die Orks auf dieser verlassenen Insel?” Die Antwort bestand aus Schweigen, acht Augenpaare sahen mich eingehend an, aber ich konnte kein Unverständnis erkennen. Ich war mir sicher, dass sie wussten, was ich von ihnen wollte. Das einzige was ich sah, war nackte Angst. “Wir wollen euch helfen, glaubt uns, schließlich haben wir euch aus den Fängen dieser Hundesöhne von Orks befreit…” Wie immer, wenn mir entweder nicht viel einfiel oder ich aufgeregt war, verfiel ich ins Fluchen.
“Der Zwerg spricht wahr, ihr könnt ihm glauben”, erklang Eldurions sanfte Stimme und sofort wandten sich ihm die Augen zu. “Wir werden euch nichts tun, ihr seid alle Mitglieder der Allianz und somit werden wir euch beistehen, vor allem gegen solche Ungetüme.” Blicke wurden ausgetauscht, Zwerge sahen Menschen an, die ihrerseits die Elfen fragend ansahen. Nach einer Weile konnte man erkennen, dass sich einer der Zwerge einen Ruck gab. “Mein Name ist Angrosch, Sohn des Angmar, Sohn des Ambrug”, stellte er sich mit einer Verbeugung vor. Aus seiner Haltung und seiner Art war sofort zu sehen, dass wir einen sehr hochrangigen Irdenen vor uns hatten. Ich verbeugte mich ebenfalls: “Es ist mir eine Ehre euch kennenzulernen, Angrosch, Sohn des Angmar, Sohn des Ambrug. Mein Name ist Banghrait Zweigesicht, Sohn von niemandem mehr…” “Die Ehre ist meinerseits. Nun ihr sollte erfahren, wer wir sind, wie wir auf diese Insel kamen und warum wir immer noch Angst haben. Wir sind alle Mitglieder adliger Familien aus Kalimdor und den östlichen Königreichen, die sich zu einem Bund zusammengeschlossen haben. Als da wären aus Eisenschmiede Matok, Sohn des Miroin, und Dirg, Sohn des Dorgol.” Bei diesen beiden Worten standen die beiden Zwerge auf und verbeugten sich. “Dann Sargon und Siron Haupthand aus Sturmwind”, er zeigte auf die beiden Männer, “sowie Tinira Schattenbrand aus dem fernen Azshara. Und die beiden Elfen dort sind mir auch nur unter den Namen Windhauch und Sturmbote bekannt, es sind Brüder und sie scheinen in ihrem Volk eine sehr wichtige Stellung zu bekleiden, sonst wären sie nicht hier. Denn wir alle haben großen Einfluss auf die Geschicke unsrer Völker Banghrait. Doch mit dem Tag als wir uns zu einem geheimen Bund zusammenschlossen, um den Kampf gegen unsere Feinde zu koordinieren und die Zusammenarbeit unserer Völker zu verbessern, ihr wisst, Zusammenarbeit zwischen Elfen und Zwergen ist so eine Sache, jedenfalls, seit diesem Tag scheint unser Schicksal verflucht…”

“Wir sind entdeckt”, rief Eldurion mit unterdrückter Stimme. “Hört ihr den Hörnerklang? Wir müssen weiter!” “Aye, bietet eure Kräfte nochmals auf, wir werden diesen orkischen Gesellen zunächst entkommen, auch wenn es mir widerstrebt sie nicht gleich zu spalten. Doch zunächst werden wir euch an einen sicheren Ort bringen…”
Wir trieben die Gruppe zu größter Eile an und machten uns auf und davon. Ich verwischte so gut wie es in der Hektik möglich war, die Spuren unseres kurzen Aufenthalts und folgte ihnen…

Veröffentlicht in: on September 20, 2007 at 4:56 Kommentare (1)

Banghraits Reise – Immer noch kein Bier?!

Eine kleine Entschuldigung, dass hier eine Weile nichts los war, aber ich war eine Weile im Urlaub und davor hatte ich ein wenig Ideenflaute. Doch ich denke, ab jetzt werden sich wieder einige Reiseberichte von Banghraits Erlebnissen einfinden.

Nun standen wir in dem kleinen Wald seitlich der Straße und betrachteten die Befreiten eingehend. Erbärmlich war noch ein geschönter Ausdruck für ihren Zustand. Sie waren allesamt abgemagert, die dunklen Augen der zwei Nachtelfen, jetzt konnten wir uns auch einen Überblick über ihre Anzahl verschaffen, lagen tief in den Höhlen. Die ausgemergelten Menschen, zwei Männer und eine Frau, sahen sich angsterfüllt um und am tiefsten erschütterte mich immer noch der Anblick der bartlosen Zwerge…

Wie konnte man Moradins Volk nur so etwas antun?! Wenn ich an diese Situation zurückdenke, kommt mir jetzt noch abgrundtiefe Wut hoch und ich würde am Liebsten um mich schlagen.

Eldurion wandte sich mit ruhiger Stimme an den kleinen Trupp: „Elune mit euch! Fürchtet euch nicht vor uns, wir werden euch nichts tun. Zum Reden ist aber jetzt keine Zeit, wir müssen hier weg. Nicht, dass jemand eure Befreiung zu schnell bemerkt. Wir bringen euch ein Stück fort von hier, dann werden wir uns unterhalten.“ Sein Tonfall war sanft, aber bestimmt und duldete keinen Widerspruch. Dies schien auch unser Schützlingshäufchen zu verstehen und sie nickten nur, widerstandslos. Ihr Willen schien schon lange gebrochen zu sein, jedenfalls sprach dies aus ihren Augen. Eldurion ging voraus, dann folgten Zwerge, Menschen und Elfen, ich bildete die Nachhut und sicherte unser Abrücken ab. Ständig wandte ich mich um, immer auf der Suche nach eventuellen Verfolgern, doch wir hatten anscheinend Glück, niemand folgte uns.

Nach fast zwei Stunden Marschieren und Schleichen waren wir unserer Meinung nach weit genug entfernt vom Dorf und gestatteten uns eine Rast. Ich spähte nochmals umher…

Veröffentlicht in: on September 17, 2007 at 6:01 Kommentar schreiben